Unternehmenstheater ist eine effektive
und kreative Methode zur Team- und Unternehmensentwicklung.
Ein Theaterstück, geschrieben für das auftraggebende
Unternehmen spiegelt bekannte Arbeitsabläufe wider –
komödiantisch, realistisch oder auch ironisch. Der
Auftrittsort – zugleich gewohnt wie ungewohnt – ist im
Unternehmen. Die Vorführung spielt vor ausgewähltem Publikum:
MitarbeiterInnen des Unternehmens. Platzkartenangebot
unbegrenzt. Ziel ist es, die MitarbeiterInnen des Unternehmens
in problematische betriebsinterne Themen einzuführen und
Veränderungsprozesse in Gang zu setzen.
Solche Themen könnten unter anderem sein:
Strukturelle Änderungen (bspw. Standortveränderung,
Umgang mit neuen Rollen, Abbau von Bürokratie)
Bearbeitung von Diskrepanzen zwischen formulierter und
gelebter Unternehmenskultur
Entwicklung / Änderung von Leitbildern
Aufbrechen von Arbeitsroutinen
Arbeitsorganisatorische Veränderungen
Schwierige Kommunikationsprozesse (innerhalb des
Unternehmens oder zwischen Kunde und Unternehmen)
Konflikte (bspw. Budgetkämpfe, Konflikte zwischen
verschiedenen Abteilungen, zwischen verschiedenen
Leitungsebenen)
Einführung neuer Konzepte
Im Unternehmenstheater wird das Publikum
zunächst mit einer Szene konfrontiert, die bekannte und zu
verändernde Arbeitsabläufe darstellt.
Der ungewöhnliche Ort
und das Thema der Aufführung sollen - anders als bei
traditionellen Formen der Personalentwicklung - bewußt
emotionale Involviertheit und Irritation beim Publikum
erzeugen. So soll der Weg für die Befreiung von verkrusteten
Haltungen geebnet und Selbstverständliches in Frage gestellt
werden. Beides, emotionale Involviertheit und Irritation
müssen nun in die Entwicklung neuer kreativer und produktiver
Lösungsstrategien transformiert werden. Dem Publikum werden
deshalb in einem zweiten Schritt folgende Alternativen für die
Entwicklung neuer Lösungsansätze geboten:
Das Publikum gibt den SchauspielerInnen durch Zurufe
neue Handlungsanweisungen. Die SchauspielerInnen setzen sie
im Stegreifspiel um.
Einzelne MitarbeiterInnen übernehmen selbst Rollen und
experimentieren dabei mit Lösungsvorschlägen.
In Arbeitsgruppen werden vom Publikum neue
Regieanweisungen für die SchauspielerInnen erarbeitet, die
in einer Neuaufführung von ihnen umgesetzt werden.
Die Grenzen zwischen Autor, Regisseur,
Darsteller und Zuschauer werden hierbei zugunsten eines
kreativen Problemlöseexperiments aufgelöst. Die künstlerisch
kreative Form der Auseinandersetzung bewirkt eine
ausgesprochen hohe Identifikation mit den Problemen des
Unternehmens und bahnt den Weg für eine aktive Umsetzung der
erarbeiteten Lösungsstrategien.
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